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I Balocchi, Fünfzig Jahre Einer Ikone

Eine originelle, beinahe zufällig entstandene Idee: 1976 machten I Balocchi den Wasserhahn zum Symbol italienischen Designs. Mit Farbe, spielerischer Formensprache und popkulturellen Referenzen revolutionierte das Unternehmen Fantini einen alltäglichen Gebrauchsgegenstand.

Hinter jeder gestalterischen Ikone steht nicht nur ein innovativer Entwurf, sondern auch ein unternehmerischer Kontext, der dessen Potenzial erkennt und ermöglicht.

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Vor fünfzig Jahren entwickelten die jungen Architekten Paolo Pedrizzetti und Davide Mercatali eine Armaturenserie, die mit den formalen und typologischen Konventionen ihrer Zeit brach. Mit „I Balocchi” entstand ein Entwurf, der Spiel, Farbe und Fantasie in die Gestaltung des Badezimmers einführte und ein bis dahin anonymes Funktionsobjekt in ein eigenständiges Designstatement verwandelte.

Für Pedrizzetti und Mercatali war es die erste Arbeit im Bereich Armaturendesign. Ihre spontane Skizze unterschied sich radikal von allem, was bis dahin das Erscheinungsbild eines Wasserhahns geprägt hatte. Zunächst als zu experimentell eingeschätzt, wurde der Entwurf den Brüdern Fantini erst nach konventionelleren Vorschlägen präsentiert. Doch gerade diese unorthodoxe Idee überzeugte Giovanni Fantini sofort. Er erkannte das Potenzial eines gestalterischen Neuanfangs in den neuartigen Formen und im bewussten Einsatz von Farbe. Für die Präsentation auf der Messe entschied er sich, sämtliche anderen Modelle zurückzustellen und ausschließlich I Balocchi zu zeigen.

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„Das Projekt I Balocchi entstand aus einer zufälligen Begegnung: zwischen zwei Designern mit einem feinen Gespür für die Entwicklungen ihrer Zeit und unserem Unternehmen mit starkem technischem Know-how und progressivem gestalterischem Anspruch. Heute entstehen viele Produkte auf Grundlage präziser Briefings. I Balocchi entwickelte sich genau umgekehrt – aus einer spontanen Idee. Gerade diese Offenheit macht das Projekt bis heute besonders.“
„Das Projekt I Balocchi entstand aus einer zufälligen Begegnung: zwischen zwei Designern mit einem feinen Gespür für die Entwicklungen ihrer Zeit und unserem Unternehmen mit starkem technischem Know-how und progressivem gestalterischem Anspruch. Heute entstehen viele Produkte auf Grundlage präziser Briefings. I Balocchi entwickelte sich genau umgekehrt – aus einer spontanen Idee. Gerade diese Offenheit macht das Projekt bis heute besonders.“
Daniela Fantini

Die konzeptionellen Ursprünge der Kollektion lagen 1976 in Anleihen an die Bildwelten von Disney, an Cartoon-Figuren wie Goofy oder Mickey Mouse sowie an die Pop-Art jener Zeit. Insbesondere der Einfluss Andy Warhols und seine Praxis, Alltagsmotive in ikonische Zeichen zu überführen, finden sich in der gestalterischen Haltung von I Balocchi wieder.

Was Paolo Pedrizzetti als „neu, heiter, unbeschwert, jung, für junge Menschen und bis heute aktuell“ beschreibt, hat sich seither kontinuierlich weiterentwickelt. Unter der Leitung von Daniela Fantini wurde die Kollektion um neue Farben erweitert, die aktuelle Tendenzen aufgreifen und zugleich der ursprünglichen Idee treu bleiben. Bis heute zeichnet sich I Balocchi durch eine individualisierbare Farbpalette aus, die vielfältige projektbezogene Anwendungen ermöglicht.
Dieser visionäre Ansatz, unterstützt durch internationale Sichtbarkeit und breite Resonanz, etablierte I Balocchi als eines der innovativsten Produkte in der Geschichte des Armaturendesigns.

Auch nach fünf Jahrzehnten ist die Kollektion ein relevantes Beispiel dafür, wie experimentelle Gestaltung, technologische Kompetenz und kulturelle Referenzen zu einem langlebigen Designklassiker verschmelzen können. Zugleich unterstützt I Balocchi seit Jahren das Projekt „100 Fontane Fantini for Africa“, das von Daniela Fantini initiiert und finanziert wird und mit dem Bau eines Aquädukts in Burundi mehr als 25.000 Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglicht.